Trinkwasser in Offenburg: Wasserhärte und Messwerte

Wasserhärte in Offenburg

6,05 °dH

weich

Das Trinkwasser in Offenburg hat eine Härte von 6,05 °dH und fällt damit in den Härtebereich weich. Alle Grenz- und Indikatorwerte der Trinkwasserverordnung werden eingehalten. Die Analyse vom 19. März 2025 umfasst 60 Parameter, und kein einziger davon erreicht die Hälfte seines zulässigen Werts.

Das Wasser stammt aus rund 25 Metern Tiefe aus dem Kinzig-Schotter unter der Stadt. Dieses Geröll aus Granit, Gneis und Buntsandstein hat der Schwarzwald geliefert und enthält kaum Kalk — daher der niedrige Härtewert.

Was Sie mit dieser Zahl tun

Spülmaschine

6,05°dH

Am Wasserenthärter einstellen. In mmol/l: 1,1.

Waschmittel

weich

Auf der Packung die Dosierung für „weich“ nehmen.

Kalk

kaum

Kaum Ablagerungen in Geräten und an Armaturen — was die Härte im Haushalt ausmacht.

Babynahrung

eigene Regeln

Dafür zählt die Härte nicht — worauf es ankommt.

Die Versorgungszonen

Versorgungsbereiche 1 und 2 (Wasserwerk Am Sägeteich) - identische Werte
6,05
°dH · weich
gesamtes Stadtgebiet — Grundwasser aus rund 25 Metern Tiefe, Wasserwerk Am Sägeteich

Die Werte auf einen Blick

12

Werte unter ihrem Grenz- bzw. Indikatorwert

0

Werte liegen darüber

2

Parameter ohne veröffentlichten Wert

Alle veröffentlichten Werte

Trinkwasserwerte Offenburg nach Versorgungszone, redaktionell geprüft am 26.08.2026. Quelle: Offenburger Wasserversorgung GmbH.

ParameterVersorgungsbereiche 1 und 2 (Wasserwerk Am Sägeteich) - identische Werte Grenz- bzw.
Indikatorwert
Einordnung
Gesamthärte°dH6,05Mineralstoff
Calciummg/l33,9Mineralstoff
Magnesiummg/l5,8Mineralstoff
Kaliummg/l2,6Mineralstoff
Natriummg/l17,8200 9 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Nitratmg/l10,150 20 % des Grenzwerts
Sulfatmg/l16,5250 7 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Chloridmg/l27,1250 11 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
pH-Wert7,826,5–9,5 im Bereich
LeitfähigkeitµS/cm3062790 11 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Bleiµg/l10 unter Bestimmungsgrenze
Kupfermg/l2 unter Bestimmungsgrenze
Nickelµg/l20 unter Bestimmungsgrenze
Uranµg/l0,410 4 % des Grenzwerts
Arsenµg/l10 unter Bestimmungsgrenze
Summe PFAS-20µg/l0,00730,1 7 % des Grenzwerts
Pestizide gesamtµg/l0,5 unter Bestimmungsgrenze

Werte unverändert übernommen aus der Veröffentlichung des Versorgers nach § 46 TrinkwV. Versorgungsbereiche 1 und 2 (Wasserwerk Am Sägeteich) - identische Werte, 19.03.2025

Grenzwerte nach Trinkwasserverordnung, Anlage 2 und 3. Prozentangaben beziehen sich auf den höchsten Zonenwert. Werte unter der Bestimmungsgrenze stehen so, wie der Versorger sie veröffentlicht — sie werden nicht in Prozent umgerechnet. Wie diese Tabelle zu lesen ist

6,05 °dH: kaum Kalk — dafür aggressiver gegenüber Rohren

So weiches Wasser hinterlässt in Offenburg kaum Ablagerungen. Es nimmt dafür Metalle leichter auf als hartes Wasser. Genau das passiert hinter dem Hausanschluss, wo die Analyse des Versorgers endet: Blei, Kupfer und Nickel aus den eigenen Rohren stehen in keiner dieser Zahlen.

Dazu kommt, was gar nicht erst geprüft wird. Die Tabelle oben zeigt 17 Parameter, die Trinkwasserverordnung regelt rund 50 — im Wasserkreislauf zirkulieren Tausende: Arzneimittelrückstände, Hormone, Pflanzenschutzmittel, Industriechemikalien, Mikroplastik. Was aus der Leitung kommt, ist ein hoher Standard. Es ist nicht das bestmögliche Wasser.

Bringt eine eigene Wasseranalyse hier weiter? Bei konkretem Verdacht auf Bleileitungen im Altbau ja — dort ist die Messung am eigenen Hahn die einzige Möglichkeit, Klarheit zu bekommen. Sonst gilt: Ein Test kostet Geld, deckt jeweils nur die bestellten Stoffe ab und beschreibt einen einzigen Tag. Er verändert nichts an dem, was danach aus der Leitung kommt. Wer den Befund ohnehin filtern würde, kann den Filter gleich setzen — er wirkt an jedem Tag und für alle Stoffe, die er zurückhält.

Wer mehr will als die Einhaltung von Grenzwerten, filtert selbst — leitungsgebunden, direkt an der Entnahmestelle, statt in Flaschen zu investieren. Genau dort, wo die Zuständigkeit des Versorgers endet und Ihre eigene Hausinstallation anfängt: hinter dem letzten Meter, den keine Analyse dieser Seite abdeckt.

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Mit dem Trinkwasser hat das nichts zu tun. Für das Trinkwasser ist die Kinzig trotzdem entscheidend — nur auf einem sehr viel längeren Zeitmaßstab.

Denn was der Fluss über Hunderttausende von Jahren aus dem Schwarzwald herausgetragen hat, liegt heute als mächtiger Schotterfächer unter der Stadt: Kies und Sand aus Granit, Gneis und Buntsandstein. Diese Gesteine enthalten kaum Kalk. Wasser, das durch sie hindurchsickert, findet wenig Calcium und Magnesium zum Lösen. Genau daraus fördert das Wasserwerk „Am Sägeteich" mit rund vierzehn Brunnen aus etwa 25 Metern Tiefe. Offenburg trinkt, geologisch gesehen, Schwarzwald — und deshalb ist das Leitungswasser weich.

Wie hart ist das Wasser in Offenburg?

Dahinter stehen 33,9 mg/l Calcium und 5,8 mg/l Magnesium. Zum Vergleich: In Karlsruhe, rund 85 Kilometer rheinabwärts, sind es 114 mg/l Calcium und 18,3 °dH. Das ist derselbe Oberrheingraben, aber ein anderer Grundwasserleiter. Der Blick nach Süden bestätigt dagegen das Muster: Freiburg, ebenfalls am Schwarzwaldrand, kommt je nach Versorgungsbereich auf 2 bis 13 °dH. Wo der Schwarzwald das Ausgangsmaterial liefert, ist das Wasser weich.

Einordnung im Bestand

Von 238 Orten mit veröffentlichter Härtezahl liegt Offenburg auf Rang 221 — weicher als 93 % der erfassten Orte. Der Median liegt bei 13,9 °dH.

1,8 °dH Median 13,9 45 °dH

Offenburg · 6,05 °dH

Nitrat ist mit 20 % des Grenzwerts der höchste Wert

Der Oberrheingraben ist dicht besiedelt, intensiv landwirtschaftlich genutzt und industriell geprägt; erhöhte Nitratwerte sind in dieser Landschaft eher Regel als Ausnahme. Dass Offenburg bei einem Fünftel des Grenzwerts liegt, hat mit der Tiefe der Brunnen und mit den ausgewiesenen Wasserschutzgebieten zu tun, nicht mit Glück.

Zweitens sagt der Befund etwas über das, was trotzdem drin ist. Die Summe aus zwanzig PFAS-Verbindungen liegt bei 0,0073 µg/l, die vier Verbindungen mit eigenem Grenzwert bei 0,003 µg/l — Bruchteile der zulässigen 0,1 beziehungsweise 0,02 µg/l. Nachweisbar sind sie dennoch. Die Messtechnik findet heute Stoffe in Konzentrationen, die vor zwanzig Jahren unsichtbar gewesen wären, und sie findet sie fast überall. Eine echte Null steht in dieser Analyse an keiner Stelle. Dort, wo nichts gefunden wurde, steht „unter der Bestimmungsgrenze", und das ist etwas anderes als null.

Woher das Offenburger Trinkwasser kommt

Aus einem einzigen Wasserwerk. Daneben wird das Wasserwerk „Vordere Rinne" genannt. Die Analyse, auf der diese Seite beruht, führt beide Offenburger Versorgungsbereiche einheitlich unter dem Wasserwerk Am Sägeteich, mit identischen Messwerten in jeder einzelnen Zeile.

Fernwasser kommt nicht dazu. Offenburg hängt weder an der Bodensee-Wasserversorgung noch an einem Zweckverband, und es wird kein Oberflächenwasser aufbereitet. Das erklärt die Gleichförmigkeit der Werte über das Stadtgebiet hinweg: Es gibt nur eine Herkunft, also gibt es auch nur ein Wasser.

Zuständig ist die Offenburger Wasserversorgung GmbH; die Betriebsführung liegt bei der badenova NETZE GmbH, die in älteren Texten noch bnNETZE heißt.

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Was zwischen Wasserwerk und Wasserhahn passiert

Die Zuständigkeit des Versorgers endet am Hausanschluss. Alles danach — Steigleitungen, selten genutzte Stränge, Armaturen, der Perlator am Auslauf — gehört dem Eigentümer, und keine Analyse des Wasserwerks kann darüber Auskunft geben. Genau dort entstehen die Beobachtungen, die Menschen für Wasserqualität halten: metallischer Geschmack, bräunliche Verfärbung nach dem Urlaub, muffiger Geruch aus einem lange ungenutzten Hahn.

Drei Handgriffe, die konkret etwas bringen:

  • Ablaufen lassen, wenn das Wasser über Nacht oder länger in der Leitung stand — bis es gleichmäßig kalt nachläuft. Standwasser hatte Zeit, Metall aus den Rohren aufzunehmen, nachlaufendes nicht.
  • Kein Warmwasser zum Trinken oder Kochen. Warmes Wasser löst Metalle leichter, und zwischen etwa 25 und 50 Grad vermehren sich Legionellen. Nudel- und Teewasser kalt zapfen und im Topf oder Kessel erhitzen.
  • Bei Verdacht auf Bleileitungen eine Probe am eigenen Hahn untersuchen lassen. Blei wurde bis in die 1970er Jahre verbaut und ist in Altbauten nicht ausgeschlossen. Die Versorgeranalyse weist Blei unter der Bestimmungsgrenze aus — das gilt für das Wasser, das ins Haus geht, nicht für das, was im Haus daraus wird.

Ein Punkt hängt direkt mit dem weichen Wasser zusammen: Kalk legt sich in Rohren als dünne Schicht ab und wirkt dort wie ein Schutzfilm. Wo wenig Kalk im Wasser ist, bildet sich diese Schicht kaum. Der pH-Wert von 7,82 liegt im oberen Teil des zulässigen Bereichs von 6,5 bis 9,5, und Kupfer und Nickel sind im Netz nicht nachweisbar. Für die Hausinstallation heißt das trotzdem: Wer alte Kupfer- oder Verzinktleitungen hat, sollte Standzeiten kurz halten.

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Was unsere Wasserfilter zurückhalten

Gesinterte Aktivkohle-Blöcke halten unter anderem zurück:

  • Chlor & Chlorver­bindungen
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  • Mikro­plastik
  • Pestizide
  • Arzneimittel­rückstände
  • Hormone & PFAS
  • Bakterien & Keime
  • Parasiten
  • Asbest­fasern
  • Sand, Rost & Sedi­mente
  • Organische Ver­bindungen
  • Trübungen & Ver­färbungen

Welcher Stoff wie weit zurückgehalten wird

Häufige Fragen

Kann man das Leitungswasser in Offenburg bedenkenlos trinken?

Ja. Die Analyse vom 19. März 2025 umfasst 60 Parameter, und keiner davon erreicht auch nur die Hälfte seines Grenz- oder Indikatorwerts. Blei, Kupfer, Nickel, Arsen und die Summe der Pestizide liegen unter der Bestimmungsgrenze.

Der Vorbehalt ist in Offenburg derselbe wie überall: Die Verantwortung der Offenburger Wasserversorgung endet am Hausanschluss. Was in der eigenen Installation geschieht, steht in keiner Versorgeranalyse. Wasser, das über Nacht in der Leitung stand, vor der Entnahme kurz ablaufen lassen.

Wie hart ist das Wasser in Offenburg?

6,05 °dH, Härtebereich weich. Die Grenze zum mittleren Bereich zieht das Wasch- und Reinigungsmittelgesetz bei 8,4 °dH. In der Analyse ist die Gesamthärte als 1,08 mmol/l gedruckt; beide Angaben meinen dasselbe.

Praktisch heißt das: Die Wasserenthärtung im Geschirrspüler lässt sich auf die niedrigste Stufe zurücknehmen, bei manchen Modellen ganz abschalten. Regeneriersalz wird dann kaum noch verbraucht. Für beide Offenburger Versorgungsbereiche gilt derselbe Wert.

Dürfen Babys und Kleinkinder das Leitungswasser in Offenburg trinken?

Ja, für die Zubereitung von Säuglingsnahrung ist Offenburger Leitungswasser geeignet. Der Nitratwert liegt bei 10,1 mg/l und damit weit unter dem Grenzwert von 50 mg/l. Natrium mit 17,8 mg/l und Uran mit 0,4 µg/l sind ebenfalls unauffällig.

Zwei Punkte betreffen nicht das Wasserwerk, sondern die Wohnung: Wasser vor der Entnahme ablaufen lassen, bis es gleichmäßig kalt nachkommt, und kein Wasser aus der Warmwasserleitung verwenden. Wer alte Bleileitungen im Haus vermutet, lässt eine Probe am eigenen Hahn untersuchen.

Woher kommt das Trinkwasser in Offenburg?

Aus Grundwasser, das im Wasserwerk Am Sägeteich aus rund 25 Metern Tiefe gefördert wird. Etwa vierzehn Brunnen stehen dort im Schotterkörper, den die Kinzig aus dem Schwarzwald in die Rheinebene geschüttet hat; die Gewinnungsgebiete sind als Wasserschutzgebiete ausgewiesen.

Fernwasser kommt nicht hinzu: keine Bodensee-Leitung, kein Zweckverband, kein aufbereitetes Flusswasser. Genannt wird daneben das Wasserwerk Vordere Rinne. Die aktuelle Analyse führt beide Versorgungsbereiche einheitlich unter dem Wasserwerk Am Sägeteich.

Ist im Offenburger Trinkwasser Chlor?

Im Regelbetrieb nicht. In Deutschland wird Trinkwasser nur dann gechlort, wenn ein mikrobiologischer Befund es erfordert — dann vorübergehend und angekündigt. In Offenburg ist das in zurückliegenden Jahren nach dem Nachweis von E.-coli-Bakterien vorgekommen.

Ob gerade eine solche Maßnahme läuft, steht beim Versorger und beim Gesundheitsamt, nicht auf dieser Seite. Riecht das Wasser dauerhaft nach Chlor, ohne dass eine Meldung vorliegt, lohnt der Blick auf den Perlator und auf lange Standzeiten in der Hausinstallation.

Ist das Wasser in allen Offenburger Stadtteilen gleich?

Ja. Die Offenburger Wasserversorgung führt zwei Versorgungsbereiche, und die Analyse vom 19. März 2025 weist für beide in jeder Zeile denselben Wert aus — von der Härte über Nitrat bis zu den PFAS.

Das folgt aus der Versorgungsstruktur: ein Wasserwerk, ein Grundwasserleiter, kein Fremdbezug. Unterschiede zwischen zwei Wohnungen in Offenburg gehen deshalb praktisch immer auf die Hausinstallation zurück und nicht auf das Netz.

An wen wendet man sich bei einer Störung der Wasserversorgung in Offenburg?

An die Störungsannahme der Offenburger Wasserversorgung, deren Betrieb die badenova NETZE GmbH führt. Zuständig ist sie für Rohrbrüche, Druckabfall, Trübungen im Netz und für die Wiederherstellung der Versorgung.

Nicht zuständig ist der Versorger für alles hinter dem Hausanschluss. Braunes Wasser an nur einer Zapfstelle, Geruch aus einem einzelnen Hahn oder ein Legionellenbefund im Warmwasser sind Sache des Eigentümers oder der Hausverwaltung.