Trinkwasser in Linz: Wasserhärte und Messwerte

Das Leitungswasser in Linz kann man bedenkenlos trinken. Die Wasserhärte in Linz liegt je nach Gütezone zwischen 13,6 und 20,7 °dH. Die von der LINZ AG veröffentlichten Messwerte halten die Parameterwerte der österreichischen Trinkwasserverordnung ein. Die deutschen Härtebereiche gelten in Österreich nicht.

Linz verteilt sein Trinkwasser auf elf Gütezonen aus vier Wasserwerken und drei getrennten Grundwasserströmen. Für Kleinmünchen nennen zwei Dokumente der LINZ AG 19,6 und 14,1 °dH.

Welches Recht hier gilt

Europäische Grundlage
Richtlinie (EU) 2020/2184
Nationale Umsetzung
Trinkwasserverordnung (TWV), BGBl. II Nr. 304/2001, zuletzt geändert 2024
Zuständige Behörde
Der Landeshauptmann; den jährlichen Trinkwasserbericht gibt das Gesundheitsministerium heraus
Abweichende Grenzwerte
Zwei Werte sind strenger als in der EU-Richtlinie: Uran 15 statt 30 µg/l und Nitrit 0,10 statt 0,50 mg/l. Bei den übrigen verglichenen Werten stimmen Verordnung und Richtlinie überein.
Gütezone 1 - Innere Stadt
18,6
°dH · III
Gütezone 2 - Bulgariplatz / Industriegebiet
16,8–17,2
°dH · III
Gütezone 3 - Kleinmünchen
19,6
°dH · II
Gütezone 4 - Neue Heimat
19,0
°dH · III
Gütezone 5 - Pichling
13,8
°dH · II
Gütezone 6 - Froschberg / Freinberg
13,6
°dH · II
Gütezone 7 - Spallerhof / Keferfeld
16,2
°dH · II
Gütezone 8 - Ebelsberg
15,4
°dH · II
Gütezone 9 - Hafen
16,5
°dH · III
Gütezone 10 - Urfahr-Ost
17,8
°dH · III
Gütezone 11 - Urfahr-West
20,7
°dH · III

Zwischen den ausgewerteten Orten liegen 7,1 °dH. Ein Landeswert für die Wasserhärte existiert nicht — sie wird vor Ort bestimmt, nicht national.

Veröffentlichte Werte nach Ort

11 Orte

Trinkwasserwerte in Linz nach Ort, redaktionell geprüft am 26.08.2026. Quellen je Ort unter der Tabelle.

ParameterGütezone 1 - Innere StadtGütezone 2 - Bulgariplatz / IndustriegebietGütezone 3 - KleinmünchenGütezone 4 - Neue HeimatGütezone 5 - PichlingGütezone 6 - Froschberg / FreinbergGütezone 7 - Spallerhof / KeferfeldGütezone 8 - EbelsbergGütezone 9 - HafenGütezone 10 - Urfahr-OstGütezone 11 - Urfahr-West EU-Parameter­wert Einordnung
Gesamthärte°dH18,616,8–17,219,619,013,813,616,215,416,517,820,7 Mineralstoff
Calciummg/l94,399,685,086,6104,6 Mineralstoff
Magnesiummg/l23,324,618,718,826,2 Mineralstoff
Kaliummg/l3,24,52,73,63,2 Mineralstoff
Natriummg/l25,622,312,423,129,6200 15 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Nitratmg/l14,322,122,813,010,618,99,29,113,618,050 46 % des Grenzwerts
Nitritmg/l<0,01<0,01<0,01<0,01<0,010,1 unter Bestimmungsgrenze
Sulfatmg/l32,526,128,224,339,4250 16 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Chloridmg/l68,842,524,642,086,9250 35 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Fluoridmg/l0,10,10,090,10,0831,5 7 % des Grenzwerts
pH-Wert7,47,27,17,27,27,57,07,07,07,56,5–9,5 im Bereich
LeitfähigkeitµS/cm7696975366037812500 31 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Arsenµg/l<5<5<5<5<510 unter Bestimmungsgrenze
Bleiµg/l<1<1<1<1<110 unter Bestimmungsgrenze
Uranµg/l2<122215 13 % des Grenzwerts

Werte unverändert übernommen aus den Veröffentlichungen der jeweiligen Versorger. Gütezone 1 - Innere Stadt, Probenahme 28.08.2025 (Probe 25-3602-002; das Dokument enthält eine zweite Probe 25-3602-003 vom 02.09.2025) · Gütezone 2 - Bulgariplatz / Industriegebiet, Netzmessung Jänner bis Februar 2026 · Gütezone 3 - Kleinmünchen, Probenahme 20.10.2025 (Prüfbericht 25-4423) · Gütezone 4 - Neue Heimat, Netzmessung Jänner bis Februar 2026 · Gütezone 5 - Pichling, Netzmessung Jänner bis Februar 2026 · Gütezone 6 - Froschberg / Freinberg, Netzmessung Jänner bis Februar 2026 · Gütezone 7 - Spallerhof / Keferfeld, Probenahme 22.04.2025 (Prüfbericht 25-1530) · Gütezone 8 - Ebelsberg, Netzmessung Jänner bis Februar 2026 · Gütezone 9 - Hafen, Probenahme 20.10.2025 (Prüfbericht 25-4425) · Gütezone 10 - Urfahr-Ost, Netzmessung Jänner bis Februar 2026 · Gütezone 11 - Urfahr-West, Probenahme 10.06.2025 (Prüfbericht 25-2442)

Parameterwerte nach Richtlinie (EU) 2020/2184, Anhang I Teil B und C. Sie weichen an mehreren Stellen von der deutschen Trinkwasserverordnung ab — die Leitfähigkeit etwa gilt hier mit 2500 µS/cm bei 20 °C statt 2790 µS/cm bei 25 °C. Prozentangaben beziehen sich auf den höchsten Ortswert. Werte unter der Bestimmungsgrenze werden nicht in Prozent umgerechnet. Wie diese Tabelle zu lesen ist

Gütezone 3 - Kleinmünchen: Die Volluntersuchung nennt für Kleinmünchen 19,6 °dH, die Netzübersicht der LINZ AG 14,1 °dH; beim Nitrat 22,1 gegenüber 15,8 mg/l.

Gütezone 7 - Spallerhof / Keferfeld: Die Volluntersuchung nennt 16,2 °dH, die Netzübersicht 14,0 und 14,2 °dH für die beiden Stadtteile dieser Zone.

Für sieben der elf Gütezonen veröffentlicht die LINZ AG nur Gesamthärte, Nitrat und pH-Wert.

Die Stufen I bis III sind die Einteilung der LINZ AG nach ÖVGW WI 02 (bis 10, 10–16, über 16 °dH). Die deutschen Härtebereiche nach § 9 Wasch- und Reinigungsmittelgesetz gelten in Österreich nicht.

Linz liegt in Oberösterreich, dort wo die Donau aus dem Mühlviertler Granit in das offene Becken tritt. Der Fluss teilt die Stadt: südlich das Zentrum mit der Inneren Stadt, den Industrieflächen am Hafen und den Wohngebieten bis Ebelsberg und Pichling, nördlich Urfahr am Fuß des Pöstlingbergs.

Diese Zweiteilung steht auch im Wasserhahn, und sie geht noch weiter. Drei Ströme heißt: drei Untergründe, drei Verweilzeiten, drei verschiedene Wässer. Deshalb gibt es in Linz keinen einzelnen Härtewert.

Die Wasserhärte in Linz liegt zwischen 13,6 und 20,7 °dH

Welcher Wert bei Ihnen ankommt, hängt davon ab, welches Wasserwerk Ihre Gütezone versorgt. Die LINZ AG ordnet die elf Zonen so zu:

Das weichste Linzer Wasser steht am Froschberg mit 13,6 °dH, das härteste in Urfahr-West mit 20,7 °dH. Beides ist hart genug, dass man den Kesselstein sieht, der Abstand aber groß genug, um beim Waschmittel eine Stufe auszumachen.

Kleinmünchen: 19,6 und 14,1 °dH, beides von der LINZ AG

Für denselben Stadtteil stehen bei demselben Versorger zwei Härtewerte, die 5,5 °dH auseinanderliegen. Die Volluntersuchung der Gütezone 3 vom 20. Oktober 2025, gezogen an der Probenahmestelle „Scharlinz Netz Süd (Schacht)", nennt 19,6 °dH und 22,1 mg/l Nitrat. Die zweimonatliche Netzübersicht für Jänner bis Februar 2026 nennt für Kleinmünchen 14,1 °dH und 15,8 mg/l Nitrat — und ordnet die Zone der Härtestufe II zu, während 19,6 °dH nach derselben ÖVGW-Einteilung in Stufe III fiele.

Denkbar ist, dass die Schachtprobe näher am Wasserwerk liegt als der Netzmesspunkt der Zone, oder dass sich die Mischung zwischen Oktober und Februar verschoben hat. Belegt ist keines von beidem. Beide Zahlen stehen unverändert in unserer Tabelle, mit Datum und Quelle.

Woher das Linzer Trinkwasser kommt

Die Unterschiede zwischen den Strömen zeigen sich an mehreren Zahlen gleichzeitig, nicht nur an der Härte. Dazwischen liegt in Luftlinie kaum die Breite der Stadt.

Was in den Linzer Prüfberichten steht

Unauffällige Werte, in allen ausgewerteten Zonen. Nitrat liegt zwischen 9,1 mg/l im Hafen und 22,8 mg/l in der Neuen Heimat, bei einem Parameterwert von 50 mg/l — ein Bild, das zu Grundwasser unter landwirtschaftlich genutzter Fläche passt.

Der Prüfbericht der Inneren Stadt führt Pflanzenschutzmittel als Einzelstoffe auf und vermerkt, alle lägen unter 0,03 µg/l bei einem Parameterwert von 0,10 µg/l je Einzelstoff. Und die Probe der Gütezone 9 stammt nicht aus einer Leitung, sondern aus einem Wasserbehälter im Hafengebäude; dort steht mit 0,020 mg/l der höchste Kupferwert der fünf Berichte, sonst sind es 0,002 mg/l oder weniger. Bei einem Parameterwert von 2,000 mg/l ist das zwei Größenordnungen entfernt — und ein Beispiel dafür, dass Kupfer aus dem Gebäude kommt, nicht aus dem Grundwasser.

Was in den Prüfberichten nicht steht

PFAS. Keiner der fünf ausgewerteten Prüfberichte führt sie, weder als Summe der 20 Stoffe noch als PFAS-4, und auch das Informationsblatt nach § 6 der österreichischen Trinkwasserverordnung nennt keinen Messwert. Die TWV kennt für die Summe der PFAS einen Parameterwert von 0,10 µg/l. Ob das Linzer Wasser darunter liegt, lässt sich nicht sagen — nicht, weil ein Wert hoch wäre, sondern weil keiner veröffentlicht ist.

Die zweite Lücke ist strukturell: Für sechs der elf Gütezonen liegt dieser Seite keine Volluntersuchung zugrunde, sondern nur die zweimonatliche Netzübersicht mit drei Werten je Stadtteil — Gesamthärte, Nitrat und pH. Calcium und Magnesium fehlen dort, weshalb wir die Härte für diese Zonen nicht gegenrechnen konnten; bei den fünf Volluntersuchungen geht diese Kontrolle jeweils auf. Die LINZ AG veröffentlicht auch je Zone eine Jahresanalyse, sie ist nur nicht in diese Erhebung eingeflossen.

In Linz gilt nicht die deutsche Trinkwasserverordnung

In Österreich gilt die österreichische Trinkwasserverordnung (TWV), die ihrerseits die Richtlinie (EU) 2020/2184 umsetzt. An zwei Stellen ist sie strenger als die europäische Vorgabe, und beide betreffen Stoffe, über die viel geschrieben wird:

  • Uran — 15 µg/l nach der TWV gegenüber 30 µg/l in der EU-Richtlinie. Die deutsche Trinkwasserverordnung nennt 10 µg/l. Anmerkung 20 der TWV lässt zu, dass die zuständige Behörde in Regionen mit geologisch bedingt hohen Urangehalten im Grundwasser bis zu 30 µg/l akzeptiert. In den Linzer Prüfberichten steht als Grenzwert die 15, und die gemessenen 2 µg/l liegen weit darunter.
  • Nitrit — 0,10 mg/l nach der TWV gegenüber 0,50 mg/l in der EU-Richtlinie, die diesen strengen Wert nur am Ausgang des Wasserwerks verlangt. In allen fünf Linzer Volluntersuchungen liegt Nitrit unter 0,01 mg/l.

Beim Uran stehen drei Zahlen im Raum, und die deutsche ist nicht die österreichische. Beim Blei nennt die TWV 5 µg/l, einzuhalten spätestens ab dem 12. Jänner 2036, bis dahin 10 µg/l.

Was 13,6 bis 20,7 °dH im Haushalt bedeuten

Die Zuständigkeit der LINZ AG endet am Hausanschluss. Was danach passiert, liegt bei Eigentümerin oder Eigentümer, und darüber sagt keine Analyse eines Wasserwerks etwas aus. Selten genutzte Stränge, Biofilme, aus Armaturen gelöste Metalle: All das entsteht hinter der Übergabestelle.

  • Wasser ablaufen lassen, wenn es länger in der Leitung stand — bis es gleichmäßig kalt nachläuft.
  • Kein Warmwasser zum Trinken oder Kochen verwenden. Dort lösen sich Metalle leichter, und Warmwasserspeicher sind der Ort, an dem sich Legionellen vermehren.
  • Bei Verdacht auf Bleileitungen im Altbau eine Probe am eigenen Hahn untersuchen lassen. Der Wert von unter 1 µg/l gilt für das Netz, nicht für Ihre Hausinstallation.
  • Geräte regelmäßig entkalken. Zwischen 13,6 und 20,7 °dH fällt überall Kesselstein an, in Urfahr-West spürbar schneller als am Froschberg; regelmäßiges Entkalken verlängert die Lebensdauer von Wasserkocher und Kaffeemaschine.

Wo es Einschränkungen gibt

Amtlich veröffentlichte Einschränkungen gibt es für Linz nicht. Vor Ort gilt die Auskunft des örtlichen Versorgers, im Zweifel die Ihres Gastgebers.

Häufige Fragen

Kann man das Leitungswasser in Linz bedenkenlos trinken?

Ja. Die Werte, die die LINZ AG für ihre Gütezonen veröffentlicht, liegen innerhalb der Parameterwerte der österreichischen Trinkwasserverordnung: Blei unter 1 µg/l, Nitrit unter 0,01 mg/l, Arsen unter 5 µg/l, Nitrat höchstens 22,8 mg/l bei einem Parameterwert von 50.

Der übliche Vorbehalt gilt in Linz wie überall: Die Zuständigkeit der LINZ AG endet am Hausanschluss. Wasser, das lange in der Hausleitung gestanden ist, lassen Sie vor dem Trinken kurz ablaufen.

Wie hart ist das Wasser in Linz?

Zwischen 13,6 und 20,7 °dH, je nach Gütezone. Am weichsten ist es in Froschberg und Freinberg mit 13,6 °dH, am härtesten in Urfahr-West mit 20,7 °dH. Einen einzelnen Härtewert für Linz als Ganzes gibt es nicht.

Die LINZ AG ordnet ihre Zonen selbst einer Härtestufe zu und beruft sich dabei auf die Richtlinie WI 02 der ÖVGW: Stufe I unter 10, Stufe II von 10 bis 16, Stufe III über 16 °dH. Die deutschen Härtebereiche des Wasch- und Reinigungsmittelgesetzes gelten in Österreich nicht.

Ist das Wasser in allen Linzer Stadtteilen gleich?

Nein, und der Unterschied ist beträchtlich. Am Froschberg misst die LINZ AG 13,6 °dH, in Urfahr-West 20,7 °dH. Das ist keine Frage des Bezirks, sondern des Wasserwerks: Scharlinz versorgt die Zonen 1 bis 5, Goldwörth die Zonen 6 bis 8, Plesching die Zonen 9 und 10, Heilham die Zone 11.

Welche Gütezone Ihre Adresse versorgt, steht in der Zonenübersicht der LINZ AG. Wer umzieht und dabei die Donau überquert, kann durchaus eine andere Härtestufe bekommen.

Woher kommt das Trinkwasser in Linz?

Ausschließlich aus Grundwasser, aus drei getrennten Grundwasserströmen. Das Wasserwerk Scharlinz fördert aus der Welser Heide südwestlich der Stadt, Goldwörth aus dem Eferdinger Becken donauabwärts im Westen, Plesching und Heilham aus der Linzer Platte nördlich der Donau.

Gefördert wird über Vertikal- und Horizontalfilterbrunnen. Zwei der ausgewerteten Prüfberichte belegen das Werk direkt im Namen der Probenahmestelle: „Scharlinz Netz Süd (Schacht)" für Kleinmünchen und „WW Heilham Netz Sltg. Br.1+2+3" für Urfahr-West.

Dürfen Babys und Kleinkinder das Leitungswasser in Linz trinken?

Ja, für die Zubereitung von Säuglingsnahrung ist das Linzer Leitungswasser geeignet. Nitrat liegt zwischen 9,1 und 22,8 mg/l und damit unter dem Parameterwert von 50 mg/l, Nitrit unter 0,01 mg/l, Fluorid zwischen 0,083 und 0,1 mg/l.

Zwei Punkte betreffen nicht das Wasserwerk, sondern Ihre Wohnung: Lassen Sie das Wasser vor der Entnahme ablaufen, bis es gleichmäßig kalt kommt, und nehmen Sie kein Wasser aus der Warmwasserleitung. Bei Verdacht auf Bleileitungen im Altbau hilft nur eine Probe am eigenen Hahn.

Ist im Linzer Leitungswasser Chlor?

Die fünf ausgewerteten Prüfberichte weisen keinen Wert für freies Chlor aus. Mehr lässt sich daraus nicht ableiten — weder, dass gechlort wird, noch, dass es nicht geschieht.

Ob im Netz gerade desinfiziert wird, steht ohnehin nicht in einer Jahresanalyse, sondern tagesaktuell bei der LINZ AG. Eine kurzzeitige Chlorung nach einem Rohrbruch oder einer Reparatur ist ein normaler Vorgang und wird vom Versorger bekannt gegeben.

An wen wende ich mich bei einer Störung der Wasserversorgung in Linz?

An die LINZ AG, Geschäftsbereich LINZ AG WASSER. Sie betreibt die vier Wasserwerke und das Verteilnetz und unterhält einen Entstördienst für die Trinkwasserversorgung; die aktuelle Störungsnummer steht auf der Website des Versorgers und auf Ihrer Rechnung.

Zuständig ist der Versorger allerdings nur bis zum Hausanschluss. Bei Problemen, die erst hinter der Übergabestelle auftreten — brauner Erstlauf am Morgen, Druckverlust in einzelnen Wohnungen, Geruch aus einer selten genutzten Leitung —, ist die Eigentümerseite gefragt, nicht die LINZ AG.

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Zwischen 13,6 und 20,7 °dH — Kalk ist dabei nicht das Problem

Calcium und Magnesium sind Mineralstoffe; sie setzen Geräten zu, nicht Ihnen. Und welcher der beiden Werte für Sie gilt, ändert daran nichts. Interessant für das, was Sie trinken, ist etwas anderes: Die Analyse des Versorgers endet am Hausanschluss. Was auf den letzten Metern durch Ihre eigenen Leitungen dazukommt — Blei, Kupfer, Nickel aus Rohren und Armaturen — steht in keiner dieser Zahlen.

Dazu kommt, was gar nicht erst geprüft wird. Die Tabelle oben zeigt 15 Parameter, die Trinkwasserverordnung regelt rund 50 — im Wasserkreislauf zirkulieren Tausende: Arzneimittelrückstände, Hormone, Pflanzenschutzmittel, Industriechemikalien, Mikroplastik. Was aus der Leitung kommt, ist ein hoher Standard. Es ist nicht das bestmögliche Wasser.

Bringt eine eigene Wasseranalyse hier weiter? Bei konkretem Verdacht auf Bleileitungen im Altbau ja — dort ist die Messung am eigenen Hahn die einzige Möglichkeit, Klarheit zu bekommen. Sonst gilt: Ein Test kostet Geld, deckt jeweils nur die bestellten Stoffe ab und beschreibt einen einzigen Tag. Er verändert nichts an dem, was danach aus der Leitung kommt. Wer den Befund ohnehin filtern würde, kann den Filter gleich setzen — er wirkt an jedem Tag und für alle Stoffe, die er zurückhält.

Wer mehr will als die Einhaltung von Grenzwerten, filtert selbst — leitungsgebunden, direkt an der Entnahmestelle, statt in Flaschen zu investieren. Genau dort, wo die Zuständigkeit des Versorgers endet und Ihre eigene Hausinstallation anfängt: hinter dem letzten Meter, den keine Analyse dieser Seite abdeckt.

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