Trinkwasser in Koblenz: die Wasserhärte im Überblick

Wasserhärte in Koblenz

hartmittelweich

Der Versorger veröffentlicht für Koblenz nur den Härtebereich, keinen Messwert. Aus der Kategorie rechnen wir keine Zahl zurück — welche Bereiche zu welchen Stadtteilen gehören, steht unten.

Für Koblenz veröffentlicht der Wasserversorger keine Analysewerte. Die Vereinigte Wasserwerke Mittelrhein GmbH nennt nur den Härtebereich nach dem Wasch- und Reinigungsmittelgesetz: hart, mittel oder weich. Eine Härtezahl für Koblenz gibt es nicht. Die Werte zu einer Adresse nennt der Versorger auf Anfrage.

Das Stadtgebiet von Koblenz verteilt sich auf mehrere Versorgungsbereiche mit unterschiedlicher Härte. Die Zuordnung reicht in der Bekanntmachung des Versorgers bis auf einzelne Straßen.

Was Sie mit dieser Zahl tun

Waschmittel

hartje nach Zone

Auf der Packung die Dosierung für „hart“ nehmen — in einzelnen Zonen eine andere.

Kalk

sichtbar

In Wasserkocher, Kaffeemaschine und an Armaturen — was die Härte im Haushalt ausmacht.

Babynahrung

eigene Regeln

Dafür zählt die Härte nicht — worauf es ankommt.

Was Vereinigte Wasserwerke Mittelrhein GmbH (VWM), Betriebsfuehrung Energieversorgung Mittelrhein AG (evm) veröffentlicht

Härtebereich ohne Zahlenwert

Härtebereiche nach § 9 Wasch- und Reinigungsmittelgesetz, wie Vereinigte Wasserwerke Mittelrhein GmbH (VWM), Betriebsfuehrung Energieversorgung Mittelrhein AG (evm) sie veröffentlicht.

VersorgungsbereichHärtebereichGebiet
Härtebereich hart hart Rauental, Bisholder, Karthause, Stolzenfels, Lay, Ruebenach, Bubenheim, Moselweiss, Guels, Urbar, Immendorf, Neuendorf sowie ausserhalb Koblenz Vallendar, Weitersburg, Oberlahnstein, Niederlahnstein, Friedrichssegen
Härtebereich mittel mittel Stadtmitte, Metternich, Kesselheim, Wallersheim, Luetzel, Niederberg, Arenberg, Arzheim, Ehrenbreitstein, Asterstein, Pfaffendorf, Horchheim
Härtebereich weich weich Ein kleiner Bereich im VWM-Gebiet ist in der Übersichtskarte als weich gekennzeichnet; die Karte laesst die Ortsteilzuordnung nicht eindeutig ablesen
Versorgungsbereich hart I hart Metternich, Güls, Bisholder
Versorgungsbereich hart II hart Kesselheim, Wallersheim, Neuendorf, Lützel, Rauental, Altstadt
Versorgungsbereich hart III hart Rübenach und Bubenheim
Versorgungsbereich mittel I mittel Moselweiß, Karthause, Goldgrube, südliche Vorstadt, Oberwerth, Lay, Stolzenfels, Horchheim, Horchheimer Höhe, Pfaffendorf, Pfaffendorfer Höhe, Asterstein, Ehrenbreitstein, Arzheim, Niederberg (Stadtteil ohne die gesondert aufgeführten Straßen)
Versorgungsbereich mittel II mittel Arenberg, Immendorf, Niederberg mit Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz / Einsatzhundertschaft der Bereitschaftspolizei, Festung Ehrenbreitstein (mit im Dokument aufgeführten Straßenausnahmen)

Ein Härtebereich ist eine Kategorie, kein Messwert: „mittel" heißt, dass die Gesamthärte zwischen 8,4 und 14,0 °dH liegt. Welche Zahl es genau ist, veröffentlicht Vereinigte Wasserwerke Mittelrhein GmbH (VWM), Betriebsfuehrung Energieversorgung Mittelrhein AG (evm) nicht. Wir rechnen aus der Kategoriegrenze keine Härte zurück — das wäre die Definition der Klasse und keine Messung an Ihrem Wasser.

Was in Koblenz aus dem Hahn kommt, steht in keiner öffentlichen Tabelle

Für Koblenz sind keine Analysewerte veröffentlicht. Das ist kein Grund zur Sorge — kontrolliert wird trotzdem. Es heißt nur: Wer wissen will, was im eigenen Glas ist, bekommt die Antwort nicht aus dem Netz. Und wer sie ändern will, sowieso nicht.

Dazu kommt, was ohnehin nicht geprüft wird: Die Trinkwasserverordnung regelt rund 50 Stoffe, im Wasserkreislauf zirkulieren Tausende — Arzneimittelrückstände, Hormone, Pflanzenschutzmittel, Industriechemikalien, Mikroplastik. Was aus der Leitung kommt, ist ein hoher Standard. Es ist nicht das bestmögliche Wasser.

Wäre eine eigene Wasseranalyse die Lösung? Sie wäre der einzige Weg zu Zahlen für Koblenz — aber zu Zahlen für einen einzigen Tag, für die Stoffe, die Sie bestellt und bezahlt haben. Am Wasser selbst ändert eine Messung nichts. Wer den Befund ohnehin filtern würde, kann den Filter gleich setzen: Er wirkt an jedem Tag und für alle Stoffe, die er zurückhält.

Wer mehr will als die Einhaltung von Grenzwerten, filtert selbst — leitungsgebunden, direkt an der Entnahmestelle, statt in Flaschen zu investieren. Genau dort, wo die Zuständigkeit des Versorgers endet und Ihre eigene Hausinstallation anfängt: hinter dem letzten Meter, den keine Analyse dieser Seite abdeckt.

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Diese Lage erklärt, warum das Leitungswasser in Koblenz nicht überall dasselbe ist. Die Mittelgebirge um die Stadt bestehen aus devonischem Schiefer und Quarzit, Gestein, das kaum Kalk abgibt — Wasser aus solchen Schichten bleibt weich. Das Neuwieder Becken dagegen ist mit mächtigen Rheinterrassenkiesen gefüllt, in denen kalkhaltiges Material steckt, und Grundwasser aus Schottern dieser Art ist härter. Koblenz sitzt auf der Grenze zwischen beiden Welten, und das Versorgungsgebiet greift in beide hinein.

Warum auf dieser Seite keine Messwerte stehen

Die Vereinigte Wasserwerke Mittelrhein GmbH veröffentlicht für Koblenz keine Analysewerte. Kein Calcium, kein Nitrat, kein pH-Wert, keine Vollanalyse je Versorgungsgebiet. Öffentlich abrufbar ist die Zuordnung der Versorgungsbereiche zu den drei Härtebereichen des Wasch- und Reinigungsmittelgesetzes — eine Kategorie, keine Zahl.

Das ist ein Zugangsproblem und kein Qualitätsproblem. Untersucht wird das Wasser trotzdem: Die Trinkwasserverordnung schreibt Umfang und Häufigkeit der Kontrollen vor, das Gesundheitsamt überwacht sie, und die Befunde existieren. Sie stehen nur nicht im Netz. Aus einem fehlenden Datenblatt lässt sich über das Koblenzer Wasser weder etwas Gutes noch etwas Schlechtes ableiten.

Ein Härtebereich ist eine Klasse mit gesetzlich festgelegten Grenzen, und wer daraus eine Härte für Koblenz zurückrechnet, gibt eine Definition als Messung aus.

Hart, mittel, weich: was die VWM stattdessen veröffentlicht

Koblenz hat kein einheitliches Wasser, sondern mehrere Versorgungsbereiche mit unterschiedlicher Härte. Die Tabelle oben zeigt sie so, wie der Versorger sie ausweist. Acht Einträge stehen darin, weil die Zuordnung an zwei Stellen veröffentlicht wird: in einer Übersicht zur Trinkwasserhärte mit Stand November 2024 und in einer Bekanntmachung vom November 2023, die die Versorgungsbereiche einzeln aufführt, teilweise bis auf einzelne Straßen.

Die Bekanntmachung teilt das Stadtgebiet in fünf Bereiche, drei harte und zwei mittlere. Hart ist danach der Nordwesten: die Rheinschiene mit Kesselheim, Wallersheim, Neuendorf, Lützel, Rauental und der Altstadt, dazu das Moselufer mit Metternich, Güls und Bisholder sowie Rübenach und Bubenheim im Westen. Mittel ist der Süden mit Moselweiß, Karthause, Goldgrube, südlicher Vorstadt, Oberwerth, Lay und Stolzenfels, und mittel ist auch die rechte Rheinseite von Horchheim über Pfaffendorf, Asterstein und Ehrenbreitstein bis Arzheim, Niederberg, Arenberg und Immendorf.

Die beiden Aufstellungen decken sich nicht überall — für mehrere Ortsteile nennen sie unterschiedliche Bereiche. Wo sie auseinandergehen, halten wir uns an die Bekanntmachung, weil sie die Ortsteile ausdrücklich und vollständig gliedert. Dazu kommt ein kleiner Bereich, den die Übersichtskarte als weich kennzeichnet, ohne dass sich ablesen ließe, welche Ortsteile gemeint sind.

Und im harten Teil der Stadt lohnt es sich, Wasserkocher, Kaffeemaschine und Duschkopf in kürzeren Abständen zu entkalken als im mittleren. Mehr Genauigkeit braucht es dafür nicht. Wer sie trotzdem will, etwa für ein Aquarium, misst die Härte am eigenen Hahn nach.

Woher das Koblenzer Trinkwasser kommt

Gewonnen wird das Wasser in und um Koblenz auf zwei Wegen: aus dem Uferbereich des Rheins und aus Grundwasser. Dazu kommen Grundwasserwerke im Umland, unter anderem in Richtung Weißenthurm im Neuwieder Becken.

Ein Punkt aus dem Umland prägt die Gewinnung bis heute: Im oberflächennahen Grundwasser rund um die Stadt ist Nitrat aus der Landwirtschaft ein Thema, weshalb aus größerer Tiefe gefördert wird. Wie Trinkwasser gewonnen und aufbereitet wird, erklären wir an anderer Stelle ausführlich.

Das Netz der VWM endet nicht an der Stadtgrenze. Vallendar, Weitersburg, Ober- und Niederlahnstein sowie Friedrichssegen gehören ebenfalls zum Versorgungsgebiet, liegen aber außerhalb von Koblenz. Wer dort wohnt, findet seine Zuordnung in derselben Übersicht.

Passend zu diesen Werten

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Wie Sie an die Werte für Ihre Adresse kommen

Fragen Sie beim Versorger nach. Nach § 46 der Trinkwasserverordnung muss ein Wasserversorgungsunternehmen seine Kunden über die Beschaffenheit des abgegebenen Wassers informieren, und diese Auskunft ist an keine Begründung gebunden. Nennen Sie Ihre Adresse, dann lässt sich der Versorgungsbereich zuordnen; fragen Sie nach der Gesamthärte in Grad deutscher Härte und nach den Parametern, die Sie interessieren.

Der zweite Weg führt über das Gesundheitsamt der Stadt Koblenz. Es überwacht die Trinkwasserversorgung, kennt die Untersuchungsergebnisse und kann Auskunft geben, auch wenn der Versorger nichts veröffentlicht.

Der dritte Weg ist die eigene Probe. Sie beantwortet eine andere Frage als die Versorgeranalyse, nämlich die nach dem Wasser hinter Ihrem Hausanschluss, und sie ist der einzige Weg, auf dem sich Blei, Kupfer oder Nickel aus der eigenen Installation überhaupt zeigen. Wichtig ist, dass die Probe zu der Frage passt: Für Metalle aus Leitungen nimmt man das Wasser nach längerer Standzeit, für die Beschaffenheit des angelieferten Wassers nach dem Ablaufen. Worauf es bei einer Wasserprobe ankommt, haben wir zusammengestellt.

Ihr Wasserversorger

Vereinigte Wasserwerke Mittelrhein GmbH (VWM), Betriebsfuehrung Energieversorgung Mittelrhein AG (evm)

  • Trinkwasserwerte und Analysen: evm.de

Was am Hausanschluss endet

Die Zuständigkeit des Versorgers reicht bis zum Hausanschluss, danach übernimmt der Eigentümer oder Vermieter. Das gilt in Koblenz wie überall, hat hier aber ein zusätzliches Gewicht: Wo keine Analyse des Versorgers öffentlich ist, ist die Hausinstallation der Teil, über den Sie ohnehin selbst Auskunft bekommen können.

Filterleistung

Was unsere Wasserfilter zurückhalten

Gesinterte Aktivkohle-Blöcke halten unter anderem zurück:

  • Chlor & Chlorver­bindungen
  • Schwer­metalle
  • Mikro­plastik
  • Pestizide
  • Arzneimittel­rückstände
  • Hormone & PFAS
  • Bakterien & Keime
  • Parasiten
  • Asbest­fasern
  • Sand, Rost & Sedi­mente
  • Organische Ver­bindungen
  • Trübungen & Ver­färbungen

Welcher Stoff wie weit zurückgehalten wird

Häufige Fragen

Kann man das Leitungswasser in Koblenz bedenkenlos trinken?

Ja. Das Trinkwasser in Koblenz unterliegt der Trinkwasserverordnung, wird vom Versorger untersucht und vom Gesundheitsamt überwacht. Dass die Vereinigte Wasserwerke Mittelrhein GmbH keine Analysewerte veröffentlicht, ist eine Frage des Zugangs zu den Ergebnissen und sagt nichts über die Beschaffenheit des Wassers.

Der übliche Vorbehalt gilt auch hier: Geprüft wird bis zum Hausanschluss, danach entscheidet die Installation im Haus. Lassen Sie Wasser, das lange in der Leitung stand, vor dem Trinken ablaufen.

Wie hart ist das Wasser in Koblenz?

Eine Härtezahl gibt es für Koblenz nicht. Der Versorger veröffentlicht nur den Härtebereich nach dem Wasch- und Reinigungsmittelgesetz, und der fällt je nach Versorgungsbereich hart oder mittel aus. Ein kleiner Bereich ist als weich gekennzeichnet.

Für den Haushalt genügt diese Einstufung. Wer eine Zahl braucht, bekommt sie auf Anfrage beim Versorger oder misst sie selbst mit einem Tröpfchentest am eigenen Hahn.

Ist das Wasser in allen Koblenzer Stadtteilen gleich?

Nein. Koblenz wird aus mehreren Versorgungsbereichen beliefert, und die Härte unterscheidet sich zwischen ihnen. Grob getrennt gehören der Nordwesten und das Moselufer zu den harten Bereichen, der Süden und die rechte Rheinseite zu den mittleren.

Die Grenzen folgen dabei nicht durchgehend den Ortsteilgrenzen. In der Bekanntmachung des Versorgers sind einzelne Straßen und Einrichtungen gesondert aufgeführt, etwa in Niederberg und an der Festung Ehrenbreitstein. Genauigkeit gibt es hier nur über die Adresse.

Dürfen Babys und Kleinkinder das Leitungswasser in Koblenz trinken?

Grundsätzlich ja. Leitungswasser eignet sich für Säuglingsnahrung, wenn es die Trinkwasserverordnung erfüllt, und daran ist auch der Koblenzer Versorger gebunden. Der Parameter, der für Säuglinge besonders interessiert, ist Nitrat. Weil dazu für Koblenz kein Wert veröffentlicht ist, fragen Sie ihn beim Versorger oder beim Gesundheitsamt ab.

Zwei Punkte betreffen die eigene Wohnung: kaltes Wasser verwenden, nie Wasser aus der Warmwasserleitung, und vor dem Abfüllen kurz ablaufen lassen.

Woher kommt das Trinkwasser in Koblenz?

Aus Uferfiltrat des Rheins und aus Grundwasser. Das Wasserwerk Oberwerth liegt am Rhein und gehört zu den ältesten Anlagen der Region; dazu kommen Grundwasserwerke im Umland, unter anderem in Richtung Weißenthurm im Neuwieder Becken.

Verteilt wird über die Vereinigte Wasserwerke Mittelrhein GmbH, die Betriebsführung liegt bei der Energieversorgung Mittelrhein. Welcher Gewinnungsort welchen Versorgungsbereich speist, ist nicht im Einzelnen veröffentlicht. Dass mehrere Quellen zusammenkommen, erklärt aber, warum die Härte im Stadtgebiet nicht überall gleich ausfällt.

Ist im Koblenzer Leitungswasser Chlor?

Dauerhaft gechlort wird deutsches Trinkwasser in aller Regel nicht. Eine Desinfektion kommt vor, wenn es einen Anlass gibt, etwa nach einem Rohrbruch oder nach Arbeiten am Netz; sie ist zulässig und zeitlich begrenzt.

Ob das gerade für Ihren Versorgungsbereich gilt, erfahren Sie beim Versorger — veröffentlichte Analysen, in denen es stünde, gibt es für Koblenz nicht. Riecht das Wasser nach Chlor, hilft oft schon, es offen stehen zu lassen; Aktivkohle bindet Chlor ebenfalls.

An wen wende ich mich bei Störungen oder trübem Wasser in Koblenz?

An den Wasserversorger. Zuständig ist die Vereinigte Wasserwerke Mittelrhein GmbH, die Betriebsführung liegt bei der Energieversorgung Mittelrhein; Kontakt und Störungsnummer stehen im Versorgerblock auf dieser Seite.

Trübes Wasser nach Arbeiten am Netz ist meist Luft oder aufgewirbeltes Eisenoxid und klärt sich nach kurzem Ablaufen. Bleibt es trüb, riecht es auffällig oder betrifft es mehrere Wohnungen im Haus, melden Sie es. Der Versorger klärt dann, ob die Ursache im Netz oder in der Hausinstallation liegt.