Trinkwasser in Heilbronn: Wasserhärte und Messwerte

Wasserhärte in Heilbronn

9,018,0 °dH

mittel · mittel bis hart · 4 Versorgungszonen

Der Wert hängt davon ab, welche Zone Ihre Adresse versorgt — die Zonen stehen unten in der Tabelle.

Das Trinkwasser in Heilbronn hält die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein. Die Stadtwerke Heilbronn GmbH weisen vier Härtezonen aus: 9,0 °dH, 9,2 °dH, 13,6 °dH und eine Zone mit 14,0 bis 18,0 °dH. Drei Zonen liegen im Härtebereich mittel, die vierte reicht bis in den Bereich hart.

Der Unterschied stammt aus der Mischung: Fernwasser aus dem Bodensee ist weich, das örtliche Grundwasser deutlich härter. Kein ausgewiesener Messwert der vier Zonen erreicht die Hälfte seines Grenzwerts.

Was Sie mit dieser Zahl tun

Spülmaschine

13,6°dH

Am Wasserenthärter einstellen. In mmol/l: 2,4. Gilt für die härteste Zone.

Waschmittel

mittelje nach Zone

Auf der Packung die Dosierung für „mittel“ nehmen — in einzelnen Zonen eine andere.

Babynahrung

eigene Regeln

Dafür zählt die Härte nicht — worauf es ankommt.

Die Versorgungszonen

Härtezone 9 Grad dH
9,0
°dH · mittel
Straßenzuordnung siehe HN-STR-neu-2025.pdf auf der Rubrikseite
Härtezone 10 Grad dH
9,2
°dH · mittel
Straßenzuordnung siehe HN-STR-neu-2025.pdf auf der Rubrikseite
Härtezone 14 Grad dH
13,6
°dH · mittel
Straßenzuordnung siehe HN-STR-neu-2025.pdf auf der Rubrikseite
Härtezone 14 bis 18 Grad dH
14,0–18,0
°dH · mittel bis hart
Straßenzuordnung siehe HN-STR-neu-2025.pdf auf der Rubrikseite

Die Werte auf einen Blick

11

Werte unter ihrem Grenz- bzw. Indikatorwert

0

Werte liegen darüber

3

Parameter ohne veröffentlichten Wert

Alle veröffentlichten Werte

4 Versorgungszonen

Trinkwasserwerte Heilbronn nach Versorgungszone, redaktionell geprüft am 26.08.2026. Quelle: Stadtwerke Heilbronn GmbH.

ParameterHärtezone 9 Grad dHHärtezone 10 Grad dHHärtezone 14 Grad dHHärtezone 14 bis 18 Grad dH Grenz- bzw.
Indikatorwert
Einordnung
Gesamthärte°dH9,09,213,614,0–18,0Mineralstoff
Calciummg/l51527382–90Mineralstoff
Magnesiummg/l981517–20Mineralstoff
Kaliummg/l3331–3Mineralstoff
Natriummg/l6789–15200 bis 8 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Nitratmg/l661213–1950 bis 38 % des Grenzwerts
Nitritmg/l<0,05<0,05<0,05<0,050,5 unter Bestimmungsgrenze
Sulfatmg/l39395044–80250 bis 32 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Chloridmg/l991620–25250 bis 10 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
pH-Wert8,08,07,57,3–7,66,5–9,5 im Bereich
LeitfähigkeitµS/cm340343500500–6002790 bis 22 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Bleiµg/l<1<1<1<110 unter Bestimmungsgrenze
Kupfermg/l0,030,020,05<0,012 3 % des Grenzwerts
Nickelµg/l<225520 25 % des Grenzwerts
Uranµg/l1,21,21,11,210 12 % des Grenzwerts
Arsenµg/l<1<1<1<110 unter Bestimmungsgrenze

Werte unverändert übernommen aus der Veröffentlichung des Versorgers nach § 46 TrinkwV. Härtezone 9 Grad dH, Jahresmittelwerte 2025 · Härtezone 10 Grad dH, Jahresmittelwerte 2025 · Härtezone 14 Grad dH, Jahresmittelwerte 2025 · Härtezone 14 bis 18 Grad dH, Jahresmittelwerte 2025

Grenzwerte nach Trinkwasserverordnung, Anlage 2 und 3. Prozentangaben beziehen sich auf den höchsten Zonenwert. Werte unter der Bestimmungsgrenze stehen so, wie der Versorger sie veröffentlicht — sie werden nicht in Prozent umgerechnet. Wie diese Tabelle zu lesen ist

Zwischen 9,0 und 18,0 °dH — Kalk ist dabei nicht das Problem

Calcium und Magnesium sind Mineralstoffe; sie setzen Geräten zu, nicht Ihnen. Und welcher der beiden Werte für Sie gilt, ändert daran nichts. Interessant für das, was Sie trinken, ist etwas anderes: Die Analyse des Versorgers endet am Hausanschluss. Was auf den letzten Metern durch Ihre eigenen Leitungen dazukommt — Blei, Kupfer, Nickel aus Rohren und Armaturen — steht in keiner dieser Zahlen.

Dazu kommt, was gar nicht erst geprüft wird. Die Tabelle oben zeigt 16 Parameter, die Trinkwasserverordnung regelt rund 50 — im Wasserkreislauf zirkulieren Tausende: Arzneimittelrückstände, Hormone, Pflanzenschutzmittel, Industriechemikalien, Mikroplastik. Was aus der Leitung kommt, ist ein hoher Standard. Es ist nicht das bestmögliche Wasser.

Bringt eine eigene Wasseranalyse hier weiter? Bei konkretem Verdacht auf Bleileitungen im Altbau ja — dort ist die Messung am eigenen Hahn die einzige Möglichkeit, Klarheit zu bekommen. Sonst gilt: Ein Test kostet Geld, deckt jeweils nur die bestellten Stoffe ab und beschreibt einen einzigen Tag. Er verändert nichts an dem, was danach aus der Leitung kommt. Wer den Befund ohnehin filtern würde, kann den Filter gleich setzen — er wirkt an jedem Tag und für alle Stoffe, die er zurückhält.

Wer mehr will als die Einhaltung von Grenzwerten, filtert selbst — leitungsgebunden, direkt an der Entnahmestelle, statt in Flaschen zu investieren. Genau dort, wo die Zuständigkeit des Versorgers endet und Ihre eigene Hausinstallation anfängt: hinter dem letzten Meter, den keine Analyse dieser Seite abdeckt.

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Diese Dreiteilung erklärt einen Teil des Wassers, aber nur einen. Der Untergrund unter den Weinbergen gibt dem örtlichen Grundwasser Calcium und Magnesium mit, und wo dieses Grundwasser ins Netz geht, ist das Leitungswasser hart. Das weichste Wasser der Stadt stammt dagegen gar nicht von hier: Heilbronn bezieht den größten Teil seines Trinkwassers aus dem Bodensee, etwa 15 Prozent fördern die Stadtwerke aus eigenen Quellen und Grundwasserbrunnen. Wie viel von beidem an einer Adresse ankommt, entscheidet darüber, wie hart das Wasser dort ist.

Vier Härtezonen zwischen 9,0 und 18,0 °dH

Die Stadtwerke Heilbronn führen vier Härtezonen, und der Abstand zwischen ihnen ist größer als der zwischen manchen Nachbarstädten. Für die vierte veröffentlicht der Versorger keinen Einzelwert, sondern die Spanne 14,0 bis 18,0 °dH.

Drei der vier Heilbronner Zonen fallen damit in den Bereich mittel; die vierte beginnt an dessen Obergrenze und reicht weit in den harten hinein.

Zwei Dinge muss man wissen, sonst rechnet man mit der falschen Zahl. Erstens sind die Zonennamen Kategorien und keine Messwerte: Die Zone, die beim Versorger „10 °dH“ heißt, weist als Jahresmittelwert 9,2 °dH aus, die Zone „14 °dH“ weist 13,6 °dH aus. Zweitens bezeichnet das Datenblatt dieser zweiten Zone das Wasser als hart, während 13,6 °dH nach der gesetzlichen Grenze noch im mittleren Bereich liegt.

Dass die vierte Zone als Spanne ausgewiesen ist, ist selbst eine Information. Ein Haushalt dort hat nicht dauerhaft 16 °dH, sondern mal eher 14, mal eher 18 — das Mischungsverhältnis schwankt, und mit ihm die Härte. Welche Zone eine Adresse versorgt, steht in einem nach Straßennamen sortierten Verzeichnis auf der Rubrikseite der Stadtwerke.

Einordnung im Bestand

Von 238 Orten mit veröffentlichter Härtezahl liegt Heilbronn auf Rang 63 — härter als 73 % der erfassten Orte. Der Median liegt bei 13,9 °dH.

1,8 °dH Median 13,9 45 °dH

Heilbronn · 18,0 °dH

Woran man die Herkunft im Wasser ablesen kann

Der Unterschied kommt aus der Mischung, und die übrigen Analysewerte zeigen das deutlicher als die Härtezahl allein. Die beiden weichen Zonen ähneln einander in allem: 51 und 52 mg/l Calcium, 9 und 8 mg/l Magnesium, jeweils 6 mg/l Nitrat, jeweils 9 mg/l Chlorid, pH 8,0, dazu 340 und 343 µS/cm Leitfähigkeit. Zwei Zonen, praktisch ein Wasser.

Diese Signatur ist wiedererkennbar. In unserem Datenbestand aus 240 Orten führen Stuttgart, Ludwigsburg und Fellbach je eine Versorgungszone mit 9,0 beziehungsweise 9,11 °dH, und in allen drei Fällen heißt sie beim Versorger nach ihrer Quelle: Bodenseewasser. Heilbronns weiche Zonen liegen genau auf diesem Niveau.

In der Zone 14 bis 18 °dH steigt dagegen alles gemeinsam an: Calcium 82 bis 90 mg/l, Magnesium 17 bis 20, Nitrat 13 bis 19, Chlorid 20 bis 25, Leitfähigkeit 500 bis 600 µS/cm, bei einem pH-Wert zwischen 7,3 und 7,6. Das ist die Handschrift von Grundwasser, das durch Löss, Muschelkalk und Keuper gesickert ist — dieselben Schichten, auf denen die Reben stehen. Die Zone mit 13,6 °dH liegt mit 73 mg/l Calcium, 15 mg/l Magnesium und 12 mg/l Nitrat sauber dazwischen.

Nitrat ist mit 38 % des Grenzwerts der höchste Wert

Nebeneinander ergeben sie eine Karte der Stadt: 6 mg/l Nitrat dort, wo Seewasser dominiert, 12 mg/l in der mittleren Zone, 13 bis 19 mg/l dort, wo das örtliche Grundwasser den Ton angibt. Nitrat ist der Parameter, an dem sich Landnutzung ablesen lässt, und rings um eine Stadt mit Weinbau und Ackerbau ist ein solcher Verlauf zu erwarten.

Ebenso wichtig ist, was in den Datenblättern nicht steht. Je nach Zone weisen sie 23 bis 34 Parameter aus; PFAS, Pestizidsummen, Fluorid und Hydrogencarbonat sind in keiner Zone dabei, und das Blatt für die Zone 14 bis 18 °dH bezeichnet sich selbst als „Kundeninformation (kein Analysenzertifikat)“. Das ist kein Befund. Es ist eine Lücke, und man sollte sie kennen, bevor man aus „unauffällig“ ein „vollständig untersucht“ macht.

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Woher das Heilbronner Trinkwasser kommt

Dass ein Teil des Wassers über weite Strecken aus einem See bis in die Küche transportiert wird, merkt man am Wasserkocher: Fernwasser ist weich und über das Jahr gleichmäßig, örtliches Grundwasser ist beides nicht.

Ihr Wasserversorger

Stadtwerke Heilbronn GmbH

Was 9 bis 18 °dH im Haushalt bedeuten

Die Zuständigkeit der Stadtwerke endet am Hausanschluss. Alles danach — Steigleitungen, Armaturen, selten genutzte Stränge, in denen Wasser tagelang steht — liegt beim Eigentümer oder Vermieter, und dazu sagt keine Zonenanalyse etwas. Drei Handgriffe decken den größten Teil ab:

  • Kein Warmwasser zum Trinken oder Kochen. Im warmen Wasser lösen sich Metalle leichter, und es ist der Bereich, in dem sich Legionellen vermehren können.
  • Bei Verdacht auf alte Leitungen eine Probe am eigenen Hahn untersuchen lassen. Bleileitungen in Altbauten sind selten geworden, aber nur eine Probe an Ihrem Hahn schließt sie aus.

Beim Geschmack entscheidet in Heilbronn vor allem die Zone, in der Sie wohnen. Wer aus dem Bereich mit 9 °dH in den mit 14 bis 18 °dH umzieht, merkt das an Wasserkocher, Tee und Kaffee, bevor er es an einer Zahl festmachen kann. Bevor Sie also etwas am Geschmack Ihres Leitungswassers ändern, lohnt der Blick auf die naheliegenden Ursachen — ein verkalkter Perlator, lange Standzeiten in der Leitung. Erst wenn die ausscheiden, ist es tatsächlich die Zusammensetzung des Wassers.

Filterleistung

Was unsere Wasserfilter zurückhalten

Gesinterte Aktivkohle-Blöcke halten unter anderem zurück:

  • Chlor & Chlorver­bindungen
  • Schwer­metalle
  • Mikro­plastik
  • Pestizide
  • Arzneimittel­rückstände
  • Hormone & PFAS
  • Bakterien & Keime
  • Parasiten
  • Asbest­fasern
  • Sand, Rost & Sedi­mente
  • Organische Ver­bindungen
  • Trübungen & Ver­färbungen

Welcher Stoff wie weit zurückgehalten wird

Häufige Fragen

Kann man das Leitungswasser in Heilbronn bedenkenlos trinken?

Ja. In allen vier Härtezonen hält das Trinkwasser die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein, und kein ausgewiesener Messwert erreicht die Hälfte des jeweils zulässigen Werts.

Der übliche Vorbehalt gilt in Heilbronn wie überall: Die Verantwortung der Stadtwerke endet am Hausanschluss, danach zählt der Zustand der Hausinstallation. Lassen Sie Wasser, das länger in der Leitung stand, kurz ablaufen, bevor Sie es trinken oder zum Kochen nehmen.

Wie hart ist das Wasser in Heilbronn?

Das hängt von der Härtezone ab. Drei Zonen haben einen Jahresmittelwert für 2025: 9,0 °dH, 9,2 °dH und 13,6 °dH. Für die vierte gibt der Versorger die Spanne 14,0 bis 18,0 °dH an.

Drei dieser Zonen liegen im gesetzlichen Härtebereich mittel, die vierte reicht bis in den Bereich hart. Für Waschmittel und Entkalkung sind das zwei verschiedene Ausgangslagen, obwohl es dieselbe Stadt ist.

Ist das Wasser in allen Heilbronner Stadtteilen gleich?

Nein, Heilbronn hat vier Härtezonen. Zwischen der weichsten Angabe und der härtesten liegt der Faktor zwei, und schon zwischen Nachbarstraßen kann die Zone wechseln.

Nach Stadtteilen lässt sich das nicht zuverlässig zuordnen, weil die Zonengrenzen dem Leitungsnetz folgen und nicht der Stadtgliederung. Die Stadtwerke stellen deshalb ein nach Straßennamen sortiertes Verzeichnis bereit — nur damit lässt sich eine Adresse sicher einordnen.

Woher kommt das Trinkwasser in Heilbronn?

Zum größten Teil aus dem Bodensee. Etwa 15 Prozent fördern die Stadtwerke aus eigenen Quellen und Grundwasserbrunnen, drei Pumpwerke speisen das Netz. Insgesamt liefern sie rund 7,5 Millionen Kubikmeter im Jahr an Heilbronn und die Gemeinde Nordheim.

Fernwasser aus dem See ist weich und über das Jahr gleichmäßig, das örtliche Grundwasser ist härter und mineralreicher. Aus dem Mischungsverhältnis ergeben sich die vier Härtezonen.

Dürfen Babys und Kleinkinder das Leitungswasser in Heilbronn trinken?

Für die Zubereitung von Säuglingsnahrung ist Heilbronner Leitungswasser geeignet. Nitrat liegt je nach Zone bei 6 bis 19 mg/l und damit deutlich unter dem Grenzwert von 50 mg/l, Blei bleibt in allen vier Zonen unter der Bestimmungsgrenze von 1 µg/l.

Zwei Punkte betreffen nicht das Wasserwerk, sondern Ihre Wohnung: Lassen Sie das Wasser ablaufen, bis es gleichmäßig kalt nachläuft, und nehmen Sie kein Wasser aus der Warmwasserleitung.

Ist im Heilbronner Trinkwasser Chlor?

Die vier Datenblätter der Stadtwerke Heilbronn für 2025 weisen keine Desinfektionsmittel aus. In Deutschland wird Trinkwasser nur dann gechlort, wenn ein mikrobiologischer Anlass besteht, und dann in der Regel befristet.

Ob gerade dosiert wird, steht immer beim Versorger und beim Gesundheitsamt, nicht auf dieser Seite. Wer den typischen Geruch bemerkt, prüft am besten zuerst, ob er nur an einer einzelnen Zapfstelle auftritt.

An wen wende ich mich bei einer Störung der Wasserversorgung in Heilbronn?

An die Störungsannahme der Stadtwerke Heilbronn unter 07131 56-25-88. Zuständig ist sie für die Wiederherstellung der Trinkwasserversorgung, für Verstopfungen im Abwassernetz und für Druckentwässerungsanlagen.

Bei trübem, verfärbtem oder auffällig riechendem Wasser lohnt vorher ein kurzer Test: Verschwindet das Problem, nachdem Sie einige Minuten haben ablaufen lassen, liegt es an der Hausinstallation. Bleibt es, gehört es zur Störungsannahme. Für die Frage, welche Härtezone an Ihrer Adresse gilt, ist dagegen die Rubrikseite der Stadtwerke der schnellere Weg.